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Kongress

2026-10-10T00:00:00+02:00
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Die eigene Zukunft in die Hand nehmen

Nach dem Vergleich von 1974 wurden in Japan lang­fris­tige Unter­stüt­zungs­maß­nah­men für Contergan-/Thalidomid-Überlebende einge­rich­tet, darun­ter das Thalidomid-Sozialzentrum Ishi­zue. Seit 2011 führt zudem eine vom Minis­te­rium für Gesund­heit, Arbeit und Sozia­les finan­zierte Forschungs­gruppe Gesund­heits­stu­dien und Vorsor­ge­un­ter­su­chun­gen durch.

Dennoch gibt es bis heute keine syste­ma­ti­sche lebens­lange Nach­sorge und keine konti­nu­ier­li­che spezia­li­sierte medi­zi­ni­sche Versor­gung. Auch im allge­mei­nen Kran­ken­ver­si­che­rungs­sys­tem stoßen Contergan-/Thalidomid-Überlebende mit unge­wöhn­li­chen körper­li­chen Merk­ma­len bei Stan­dard­un­ter­su­chun­gen und ‑behand­lun­gen immer wieder auf erheb­li­che Schwierigkeiten.

Mit zuneh­men­dem Alter und ange­sichts lebens­be­droh­li­cher Erkran­kun­gen ist bei mir die Über­zeu­gung gewach­sen, dass das bestehende System unsere Gesund­heit und unser Leben nicht ausrei­chend schützt. Nach einem Besuch in Deutsch­land im Jahr 2024 grün­de­ten wir „One Team“. Dabei wurde uns deut­lich, wie wich­tig es ist, unsere Rechte wahrzunehmen.

Der Vortrag beleuch­tet die Heraus­for­de­run­gen, mit denen Contergan-/Thalidomid-Überlebende in Japan beim Zugang zu Gesund­heits­ver­sor­gung konfron­tiert sind. Zugleich geht es um unsere Bemü­hun­gen, die notwen­dige Forschung und medi­zi­ni­sche Versor­gung als unser Recht einzu­for­dern und unsere eigene Zukunft aktiv mitzugestalten.

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