Persönliche Assistenz – Würde und Selbstständigkeit bewahren (EN)
29.10., 14:00 bis 15:30
Wie sich der Unterstützungsbedarf im Alter verändert und welche Möglichkeiten es gibt
Ein Leben lang haben Menschen mit Contergan-/Thalidomidschädigung eigene Wege gefunden, ihren Alltag zu meistern und möglichst selbstständig zu leben. Dabei haben sie ihren Körper oft stark beansprucht. Mit zunehmendem Alter kann der Bedarf an Unterstützung wachsen. Doch Hilfe anzunehmen, fällt nicht immer leicht. Wie lässt sich Unterstützung organisieren, ohne die eigene Selbstbestimmung aufzugeben? Und wie kann persönliche Assistenz dazu beitragen, auch in Zukunft gut und in Würde zu leben?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Projekt der britischen Thalidomide Society, das 2025 ins Leben gerufen wurde und in diesem Jahr seinen Abschluss findet. Gemeinsam mit Betroffenen wurden unterschiedliche Aspekte persönlicher Unterstützung beleuchtet: vom Erkennen und Einschätzen des eigenen Unterstützungsbedarfs über Finanzierungsmöglichkeiten bis hin zur Suche nach einer passenden Assistenzperson.
Im Workshop stellt Geraldine Freeman das Projekt vor und lädt die Teilnehmer*innen ein, über ihre eigenen Erfahrungen und zukünftigen Bedürfnisse nachzudenken. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie sich der Unterstützungsbedarf mit zunehmendem Alter verändern kann und welche Rolle das persönliche Unterstützungsnetzwerk dabei spielt.
Dabei geht es auch um die Erkenntnis, dass Hilfe anzunehmen nicht bedeutet, die eigene Unabhängigkeit zu verlieren. Vielmehr heißt Selbstbestimmung, Wahlmöglichkeiten zu haben, eigene Entscheidungen zu treffen und das Leben nach den persönlichen Vorstellungen zu gestalten.
Der Workshop bietet Raum für Austausch und gemeinsame Überlegungen, wie sich Unterstützung frühzeitig planen und organisieren lässt, um auch mit zunehmendem Alter möglichst selbstbestimmt und mit hoher Lebensqualität zu leben.