Thalidomid-Psychologie-Think-Tank (EN)
29.10., 10:00 bis 11:00
Internationale Vernetzung für eine bessere psychologische Versorgung
Ziel dieses Workshops ist es, Möglichkeiten für den Aufbau eines praxisnahen, klinisch relevanten und langfristig tragfähigen internationalen Netzwerks von Psycholog*innen zu erkunden, die mit Thalidomid-Überlebenden arbeiten.
Im Mittelpunkt stehen klinische Schwerpunkte, bestehende Wissens- und Forschungslücken, vorhandene Fachexpertise sowie Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit. Besondere Aufmerksamkeit gilt den sich verändernden psychischen und psychosozialen Auswirkungen einer lebenslangen Behinderung und des Älterwerdens. Dazu zählen unter anderem emotionales Wohlbefinden, Identität, Beziehungen, Bewältigungsstrategien, chronische Schmerzen, der Verlust von Selbstständigkeit und sich verändernde Unterstützungsbedarfe.
Durch fachlichen Austausch, die Weitergabe von Forschungsergebnissen und den Austausch über Erfahrungen in Diagnostik, Fallverständnis und Intervention soll das klinische Wissen gestärkt und eine evidenzbasierte Praxis weiterentwickelt werden.
Ein zentraler Grundsatz ist dabei, dass die Lebenserfahrungen der Thalidomid-Überlebenden in das klinische Verständnis, die Forschung sowie in die Entwicklung psychologischer Interventionen und Unterstützungsangebote über die gesamte Lebensspanne einfließen.