Assistenz: Gut unterstützt – selbstbestimmt leben

Im Work­shop „Your Support Network“ am 29. Okto­ber 2026 stellte Geral­dine Free­man unter­schied­li­che Wege der Unter­stüt­zung vor

Geral­dine Free­man im Gespräch mit Angela Donnellon

Wie verän­dert sich der Unter­stüt­zungs­be­darf mit zuneh­men­dem Alter? Und wie lässt sich Hilfe orga­ni­sie­ren, ohne die eigene Unab­hän­gig­keit aufzu­ge­ben? Im Work­shop „Your Support Network“ am 29. Okto­ber 2026 stellte Geral­dine Free­man von der briti­schen Thali­do­mide Society persön­li­che Erfah­run­gen und unter­schied­li­che Wege der Unter­stüt­zung vor.

Wenn Ange­hö­rige an ihre Gren­zen kommen

Viele Menschen mit Contergan-/Thalidomidschädigung werden seit Jahr­zehn­ten von ihren Partner*innen unter­stützt. Doch was passiert, wenn diese selbst älter werden oder erkran­ken? Angela Donnel­lon erzählt, wie sie ihren Mann Kevin im Alltag unter­stützt und welche Rolle persön­li­che Assis­tenz und Fami­lie spie­len. Durch das Projekt wurde ihr bewusst, dass sie beide noch stär­ker für die Zukunft vorsor­gen müssen.

Video: Inter­view mit Angela Donnellon

Unter­stüt­zung schafft Freiräume

Eddie hat lange vor allem auf die Hilfe seiner Fami­lie und seiner Part­ne­rin­nen vertraut. Heute unter­stützt ihn ein persön­li­cher Assis­tent. Dadurch kann er wieder mehr unter­neh­men, seinen Inter­es­sen nach­ge­hen und neue Pläne schmie­den. Rück­bli­ckend wünscht er sich, diesen Schritt schon viel früher gegan­gen zu sein.

Video: Eddie über neue Unabhängigkeit

Gemein­sam vorsorgen

Jackie und Andy unter­stüt­zen sich gegen­sei­tig im Alltag. Wie schnell dieses vertraute System an Gren­zen stoßen kann, haben sie nach einer Opera­tion und einem Unfall erlebt. Ihre Geschichte zeigt, warum es wich­tig ist, recht­zei­tig zusätz­li­che Hilfe zu orga­ni­sie­ren – auch für uner­war­tete Situationen.

Video: Jackie und Andy über gegen­sei­tige Unterstützung

Unab­hän­gig­keit neu denken

Die Beispiele aus dem Work­shop machen deut­lich: Unter­stüt­zung bedeu­tet nicht zwangs­läu­fig, Selbst­stän­dig­keit zu verlie­ren. Sie kann viel­mehr dazu beitra­gen, eigene Entschei­dun­gen zu tref­fen, Bezie­hun­gen zu entlas­ten und das Leben auch bei verän­der­ten Bedürf­nis­sen selbst­be­stimmt zu gestalten.

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